Katholische Pfarrgemeinde Geiersthal - Teisnach

      Pfarrkirche Teisnach

kir.gif (65866 Byte)   TITEL:                  Pfarrkirche
  PATRONAT:      St. Margareta
  STRAßE:             Prälat Mayer Platz 1
  PLZ:                    94244
  ORT:                   Teisnach (Bayerischer Wald)
  KONFESSION:  katholisch
  DIÖZESE:           Regensburg
  BAUJAHR:         1898  -  1900
  BAUSTIL:           Neugotik
  ERBAUER:          Pfr. Joseph Mayer
  ARCHITEKT:      Johann Baptist Schott, München
  DEKANAT:        Viechtach

 

In den Jahren 1898 - 1900 wurde unsere Pfarrkirche nach den Plänen des Münchners Architekten
Johann Baptist Schott  erbaut. Trotz des mit einfließenden Jugendstils zählt das Gotteshaus zu den
Hauptwerken der Neugotik im gesamten ostbayerischen Raum.
Die Außenfassade und der 75 m hohe Turm bestehen aus dem hier vorkommenden dunklen Granitgestein. Der Innen-
raum ist jedoch hell und harmonisch und wird von einem schlichten Kreuzrippengewölbe abgeschlossen.
 Hochaltar:
kirch_i.gif (69238 Byte)   Drei heilige Frauen blicken auf uns herab: ganz oben die Patronin der Kirche ,
  die hl. Margareta von Antiochien mit dem Drachen (= Teufel) zu ihren Füßen
  (+ um 307); unten links die hl. Katharina  von Alexandien mit dem gebro-
  chenen Rad (+ 4. Jhd.) und rechts die hl. Barbara nit dem Kelch in der Hand
  und dem Turm zu Füßen (+ 306).Die Schwerter in den Händen deuten
  darauf hin, dass diese Frauen damit enthauptet wurde wegen ihres Glaubens
  an Christus. Die beiden Altarflügel zeigen auf der Innenseite in Reliefschnitzerei
  das letzte Abendmahl Jesu mit den zwölf Aposteln und seine glorreiche
  Auferstehung. Die Gemälde auf der Außenseite führen uns vor Augen, wie
  der hl. Aloisius als kleiner Junge vom hl. Karl Borromäus die Erstkommunion
  empfängt und wie derselbe Heilige als Angehöriger des Jesuiten-Ordens am
  Ende seines kurzen Lebens (23 Jahre) den Leib Christi als Wegzehrung
  gereicht bekommt. Der mit vier Engeln verzierteTabernakel als Mittelpunkt
  des Hochaltars ist flankiert von den Symbolen der vier Evangelisten:  Engel
  (= Matthäus), Adler (= Johannes), Stier (= Lukas)  und Löwe (= Markus).                                                                    

 

In den drei Fenstern um den Altar sehen wir in bunter Glasmalerei die Kindheitsgeschichte Jesu (von links oben) die Verkündigung Mariens durch den Erzengel Gabriel; die Heimsuchung Mariens bei ihrer Verwandten Elisabeth; die
Geburt Jesu in Bethlehem; die Aufopferung Jesus im Tempel zu Jesusalem und den zwölfjährigen Jesu im Tempel.

Vorbei am Taufbecken (Johannes tauft Jesus), am Grab des Kirchenerbauers Prälat Joseph Mayer (er verlegte 1903 den Pfarrsitz von Geiersthal nach Teisnach) und dem Gemälde mit dem hl. Antonius von Padua (+1231) über der wunderschön beschlagenen Tür zum Kirchturm kommen wir zum Volksaltar, der 1982 vom Bildhauer Josef Michael Neustifter aus Eggenfelden aus Bronze gestaltet wurde. Er zeigt an den beiden Stirnseiten die Kreuzigung Jesu und den Pelikan, der sein Herzblut an die Jungen verfüttert, und an den Seiten Jesus als den guten Hirten und den barmherzigen Samariter; am vom gleichen Künstler geschaffenen Ambo: Mose mit den 10 Geboten auf den zwei Steintafeln.

Die beiden Seitenaltäre tragen die Figuren: hlgst. Herz-Jesu und hl. Aloisius und hl. Herz-Mariä und hl Schutzengel.
Sehr schöne Schnitzarbeiten sind auch die beiden vorderen Beichtstühle und die 14 Kreuzwegstationen an den
Wänden, die uns einladen, dankbar das Leiden Jesu zu betrachten, das im Kreuz an der ersten rechten Säule seine Zusammenfassung findet.

Pfr.Johann Trescher

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