In den Jahren 1898 - 1900
wurde unsere Pfarrkirche nach den Plänen des Münchners Architekten
Johann Baptist Schott erbaut. Trotz des mit
einfließenden Jugendstils zählt das Gotteshaus zu den
Hauptwerken der Neugotik im gesamten ostbayerischen Raum. |
Die Außenfassade und der 75 m hohe
Turm bestehen aus dem hier vorkommenden dunklen Granitgestein. Der Innen-
raum ist jedoch hell und harmonisch und wird von einem schlichten Kreuzrippengewölbe
abgeschlossen. |
| Hochaltar: |
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Drei heilige Frauen blicken auf uns herab: ganz oben die Patronin
der Kirche ,
die hl. Margareta von Antiochien mit dem Drachen (= Teufel) zu ihren Füßen
(+ um 307); unten links die hl. Katharina von Alexandien mit dem gebro-
chenen Rad (+ 4. Jhd.) und rechts die hl. Barbara nit dem Kelch in der Hand
und dem Turm zu Füßen (+ 306).Die Schwerter in den Händen deuten
darauf hin, dass diese Frauen damit enthauptet wurde wegen ihres Glaubens
an Christus. Die beiden Altarflügel zeigen auf der Innenseite in Reliefschnitzerei
das letzte Abendmahl Jesu mit den zwölf Aposteln und seine glorreiche
Auferstehung. Die Gemälde auf der Außenseite führen uns vor Augen, wie
der hl. Aloisius als kleiner Junge vom hl. Karl Borromäus die Erstkommunion
empfängt und wie derselbe Heilige als Angehöriger des Jesuiten-Ordens am
Ende seines kurzen Lebens (23 Jahre) den Leib Christi als Wegzehrung
gereicht bekommt. Der mit vier Engeln verzierteTabernakel als Mittelpunkt
des Hochaltars ist flankiert von den Symbolen der vier Evangelisten: Engel
(= Matthäus), Adler (= Johannes), Stier (= Lukas) und Löwe (= Markus).
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In den drei Fenstern um den Altar sehen wir in
bunter Glasmalerei die Kindheitsgeschichte Jesu (von links oben) die Verkündigung
Mariens durch den Erzengel Gabriel; die Heimsuchung Mariens bei ihrer Verwandten
Elisabeth; die
Geburt Jesu in Bethlehem; die Aufopferung Jesus im Tempel zu Jesusalem und den
zwölfjährigen Jesu im Tempel. |
Vorbei am Taufbecken (Johannes tauft Jesus), am Grab des Kirchenerbauers
Prälat Joseph Mayer (er verlegte 1903 den Pfarrsitz von Geiersthal nach Teisnach) und dem
Gemälde mit dem hl. Antonius von Padua (+1231) über der wunderschön beschlagenen Tür
zum Kirchturm kommen wir zum Volksaltar, der 1982 vom Bildhauer Josef Michael Neustifter
aus Eggenfelden aus Bronze gestaltet wurde. Er zeigt an den beiden Stirnseiten die
Kreuzigung Jesu und den Pelikan, der sein Herzblut an die Jungen verfüttert, und an den
Seiten Jesus als den guten Hirten und den barmherzigen Samariter; am vom gleichen
Künstler geschaffenen Ambo: Mose mit den 10 Geboten auf den zwei Steintafeln.
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| Die beiden Seitenaltäre tragen die Figuren:
hlgst. Herz-Jesu und hl. Aloisius und hl. Herz-Mariä und hl Schutzengel. |
Sehr schöne Schnitzarbeiten sind
auch die beiden vorderen Beichtstühle und die 14 Kreuzwegstationen an den
Wänden, die uns einladen, dankbar das Leiden Jesu zu betrachten, das im Kreuz an der
ersten rechten Säule seine Zusammenfassung findet. |
Pfr.Johann Trescher |
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